
Das Stromnetz in Deutschland wird immer anspruchsvoller. Durch die Umstellung auf erneuerbare Energien wird mehr Strom verbraucht und oft über weite Strecken transportiert. Gleichzeitig muss das Netz flexibel auf wetterabhängige Schwankungen bei der Stromerzeugung reagieren. Deshalb ist die Weiterentwicklung des Stromnetzes ein wichtiger Teil der Energiewende.
Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) arbeiten daran, indem sie alle zwei Jahre einen Netzentwicklungsplan (NEP) erstellen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) entscheidet dann auf Basis dieses Plans, welche Maßnahmen nötig sind, damit das Stromnetz in Zukunft zuverlässig funktioniert.
Der Netzentwicklungsplan wird seit 2012 alle zwei Jahre von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern erstellt. Übertragungsnetzbetreiber sind: 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW. In Bayern ist TenneT der zuständige Übertragungsnetzbetreiber. Im Netzentwicklungsplan wird der Bedarf für Optimierungen, Verstärkungen und Ausbauten des deutschen Höchstspannungsnetzes festgestellt und die voraussichtlichen Entwicklungen des Stromverbrauchs für die kommenden zehn bis 20 Jahre ermittelt. Der Netzentwicklungsplan zeigt dabei eine Bandbreite an möglichen Entwicklungen des Stromsystems unter Berücksichtigung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung auf.

Durch die mögliche Stromtrasse P540: Dabei handelt es sich um die 380-kV-Stromtrasse zwischen Altenfeld und Schalkau.
Durch den möglichen Bau eines Umspannwerkes im Suchraum Weidhausen.
Durch den möglichen Bau einer 380-kV-Stromtrasse zwischen dem Standort eines Umspannwerkes sowie dem bereits bestehenden Umspannwerk in Redwitz (Landkreis Lichtenfels).
Zum ersten und zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans haben betroffene Behörden sowie die interessierte Öffentlichkeit die Chance, Stellung beziehen. Die Konsultationsphase zum zweiten Entwurf läuft noch bis 24. August 2026. Die Bundesnetzagentur wird die Ergebnisse der Konsultation bei ihrer weiteren Prüfung berücksichtigen. Abschließend muss das Bundesbedarfsplangesetz vom Bundestag beschlossen werden.
Auf der Homepage der Bundesnetzagentur besteht die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben:
Alternativ zum Onlineformular können Sie Ihren Beitrag per E-Mail an
oder postalisch an die folgende Adresse übermitteln:
Bundesnetzagentur
Stichwort: Konsultation NEP Strom 2025-2037/2045
Postfach 80 01
53105 Bonn

Die Energiewende und die damit verbundene Infrastruktur beschäftigen den Landkreis schon seit Jahren. Bei den maßgeblichen Fortschreibungen des Netzentwicklungsplans Strom wie zuletzt im Januar hat der Landkreis Coburg seine kritische Haltung stets mit fachlich gut begründeten Stellungnahmen dargelegt. Nicht zuletzt deshalb ist es gelungen, dass der Landkreis Coburg von große Leitungsnetz-Projekte wie die Trassen P44 und P44mod verschon geblieben ist. Dank regelmäßiger Abstimmungsrunden mit Bürgermeistern, Bürgern und den Abgeordneten dokumentiert das Coburger Land einen engen Schulterschluss in der kommunalen Familie gegenüber den Übertragungsnetzbetreibern und der Bundesnetzagentur.

Krisen wie Pandemien, Extremwetterereignisse, Naturkatastrophen und Cyberangriffe sowie externe Schocks werden immer allgegenwärtiger. Auch, wenn Krisen schon immer Strukturen und Entwicklungen geprägt haben, treten solche Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart immer häufiger auf und überlagern sich in ihren Auswirkungen. Sie betreffen zum Teil alle Regionen gleichermaßen, können aber auch in einzelnen Teilräumen vorkommen. Damit verbunden sind erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die regionale Lebensqualität sowie auf den Raum insgesamt. Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse bedeutet somit auch, dass alle Regionen befähigt werden, widerstandsfähiger gegen Katastrophenereignisse und Krisen zu werden.
Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) einen Förderaufruf gestartet, durch welches die Entwicklung ländlicher Räume im Rahmen des Programms Region gestalten (finanziert aus dem Bundesprogramm ländliche Entwicklung – BULE) vorangebracht werden soll.
Der Landkreis Coburg – als einer von 11 aus 32 ausgewählten Landkreisen – zielt mit dem Vorhaben „Gemeinsam stark. Krisenresilienzstrategie des Coburger Landes“ darauf ab, mit breiter Akteursbeteiligung eine Resilienzstrategie entwickeln. Im Rahmen des Modellvorhabens wird regionale Resilienz als Fähigkeit eines regionalen Steuerungssystems und seiner Bevölkerung verstanden, Krisen und schockartigen Ereignissen widerstandsfähig zu begegnen.
Die Herausforderung für den Landkreis liegt somit im Aufbau einer sogenannten regionalen Governance, die dazu beiträgt, die grundsätzlich an Resilienz orientierte Themenbearbeitung im Rahmen der Daseinsvorsorge auf die Steuerung krisenhafter Ereignisse zu erweitern. Darüber hinaus ist es auch von Relevanz Organisationsstrukturen in der Verwaltung auf ihre Leistungsfähigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Zur Umsetzung des Vorhabens werden die folgenden Ziele verfolgt:
- Durchführung regionaler Risikoanalysen
- Erfassung möglicher Bedrohungsszenarien unter Einbeziehung von kurz-, mittel- und langfristigen Wirkungen einer Krisensituation
- Etablierung eines dauerhaft aktiven Akteursnetzwerkes, um Schnittstellenverluste im Krisenfall zu minimieren
- Entwicklung eines resilienten Steuerungssystems, das sich aus einer Kombination von hierarchischer Struktur und Netzwerkstruktur zusammensetzt, um im Ernstfall schnell handlungsfähig zu sein
- Erarbeitung einer zielgruppengerechten Kommunikationsstrategie

Das Vorhaben „Gemeinsam stark. Krisenresilienzstrategie des Coburger Landes“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert.
Mobilitätsbefragung des Landkreises Coburg

Im Frühjahr 2024 hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit Ingenieurbüro Helmert (Aachen) eine Studie zu Mobilitätsverhalten durchgeführt. Ziel dieser Studie war die Erhebung des werktäglichen Verkehrsverhaltens der Bürgerinnen und Bürger. Die Befragung hat Aufschluss darüber gegeben, wie der aktuelle Stand der Verkehrsmittelwahl ist und wo der Landkreis Coburg im Vergleich zu anderen Landkreisen und Städten steht. Sie hat zum Beispiel aufgezeigt, welche Verkehrsmittel in verschiedenen Altersgruppen gewählt werden und wo Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden sind.
Der Landkreis Coburg bedankt sich bei allen, die sich Zeit für die Mobilitätsbefragung genommen haben.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie im
Landratsamt Coburg
Lauterer Straße 60
96450 Coburg
Telefon 09561/514-0
Telefax 09561/514-1099
landratsamt@landkreis-coburg.de
www.landkreis-coburg.de
Kontoverbindung
Sparkasse Coburg-Lichtenfels
IBAN DE30 7835 0000 0000 0513 26
BIC BYLADEM1COB
Öffnungszeiten
Montag & Dienstag
7:30 bis 12 Uhr und 13:30 bis 16 Uhr
Mittwoch
7:30 bis 12 Uhr
Donnerstag
7:30 bis 12 Uhr und 13:30 bis 17:30 Uhr
Freitag
7:30 bis 12 Uhr

