30.03.2026 Innovativ und weltweit erfolgreich: Unternehmerdialog bei der Firma Sinit in Rödental

Eine Personengruppe steht vor einer Spritzguss-Maschine. Link steht Landrat Sebastian Straubel, der ins Innere der Maschine schaut.
Interessante Einblicke: Sebastian Straubel, Alexander Stülb, Marco Steiner, Winnie Hannusch und Martin Schmitz lassen sich bei Sinit in Rödental von Produktionsleiter Mike Stößel (vorne, Dritter von rechts) die Fertigung von Spritzguss-Teilen zeigen.

20 Jahre ist es her, dass in den ehemaligen Produktionsräumen des Puppenherstellers Götz das Sinit-Werk eröffnet wurde. Die Gestaltung des Kreisverkehrs vor dem Firmengelände der Puppenmanufaktur zwischen Waldsachsen und Einberg zeigt es jedem: Hier wird mit Kunststoff gearbeitet – und das weltweit erfolgreich, dank Innovation und Qualität.

Das wurde auch beim Unternehmerdialog deutlich, der Landrat Sebastian Straubel, Bürgermeister Marco Steiner und das Team der Wirtschaftsförderung des Landkreises Coburg in die Fertigungshallen des Spezialisten für Kunststoff-Spritzguss führte.

Wobei: Einfach „nur“ von Spritzguss zu sprechen, greift für Alexander Stülb zu kurz. Als „Solution Factory“ beschreibt sich Sinit selbst. Der Managing Director erklärt, was darunter zu verstehen ist: „Wir finden Lösungen für unsere Kunden.“ Lösungen für Kunststoff-Komponenten, die in Haushalts- und Konsumgütern, in der Automobilbranche sowie insbesondere in der Elektrotechnik eingesetzt werden. Letztere als Hauptmarkt verweist bereits auf den Ursprung von Sinit: Das Unternehmen mit 280 Mitarbeitenden an vier Standorten in Deutschland, Tschechien und Rumänien ist Teil der Wöhner-Unternehmensgruppe aus Rödental.

Sinit muss sich tagtäglich in einem hart umkämpften Weltmarkt behaupten. Wie das gelingt, erklärt Alessandro Sattler, der für die technischen Abläufe im Rödentaler Werk verantwortlich ist: „Indem man es schafft, die Erwartungen der Kunden zu übertreffen.“ Alexander Stülb sieht deshalb wenig Anlass, den Standort Deutschland schlechtzureden. Entscheidend sei, hierzulande sowohl bei Geschwindigkeit als auch bei Qualität zu punkten.

Bei Sinit geschieht das mit 60 Spritzgussmaschinen, in denen im vergangenen Jahr 142 Millionen Teile produziert wurden. Sobald unterschiedliche Kunststoff-Komponenten zur technischen Herausforderung werden, ist Sinit mit seinen Lösungen bei zahlreichen, oft sehr namhaften Kunden auf der ganzen Welt gefragt. Das Team um Alessandro Sattler weiß Hightech-Materialien zu kombinieren. Das Knowhow und die Fertigungskompetenz, mit dem am Standort im Coburger Land zwei, drei und perspektivisch sogar vier Komponenten in innovativen Produktlösungen verbunden werden, haben nicht viele Unternehmen.

Gefertigt wird mit einem im Branchenvergleich modernen Maschinenpark nach Industrie 4.0-Standard. Auch das ist für Alexander Stülb ein entscheidender Faktor. Das sei ein kontinuierlicher Invest in Qualität und Lieferzuverlässigkeit – und sichere damit auch Arbeitsplätze.

Im Unternehmerdialog kam deshalb auch der Fachkräftemangel zur Sprache. Trotz fortschreitender Automatisierung in der Spritzgussfertigung könnte Alessandro Sattler gut weitere qualifizierte Verstärkung in Rödental gebrauchen – doch die ist schwer zu finden. Für Martin Schmitz ist das angesichts der hochmodernen Fertigung bei Sinit kaum nachvollziehbar: „Für junge und technisch interessierte Menschen müsste es doch ein Traum sein, sich in einem so innovativen Umfeld beruflich zu entwickeln.“

Während der Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises spricht, rollt fast lautlos ein fahrerloser Materialtransporter hinter ihm vorbei. Kollaborative Robotik und papierlose Produktionsprozesse sind bei Sinit bereits seit vielen Jahren selbstverständlich.

Für die zukünftige Ausrichtung hat das Geschäftsführungsteam mit Alexander Stülb, Alessandro Sattler und Jens Borger neue Märkte im Blick – darunter auch die Luftfahrt. Die dafür notwendigen Innovationen werden unter anderem gemeinsam mit der Hochschule Coburg und der Universität Bayreuth entwickelt. „Als deutsches Unternehmen muss man in der technologischen Entwicklung vorne mit dabei sein“, betont Alexander Stülb.

Dass Sinit dies mit großer Überzeugung und enger Verbundenheit zum Standort Landkreis Coburg gelingt, freut Landrat Sebastian Straubel sehr. Ein Wirtschaftsraum wie der Landkreis Coburg brauche starke Unternehmen als Motoren der Weiterentwicklung. „Sinit zeigt, dass Produkte und industrielle Lösungen aus dem Coburger Land weltweit erfolgreich sind“, bilanzierte der Landrat nach einem beeindruckenden Unternehmerdialog.

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