13.03.2026 CO 29, Ortsdurchfahrt Dörfles-Esbach: So geht’s weiter

Eine Computeranimation der künftigen Gestaltung der Ortsdurchfahrt Dörfles-Esbach. Wichtig dabei: links ist ein breiter Geh- und Radweg eingezeichnet.
So soll die Gestaltung der künftigen Kreisstraße CO 29 auf der Ortsdurchfahrt in Dörfes-Esbach aussehen.

In intensiven Gesprächen während der Winterpause im Tiefbau-Sektor haben der Landkreis Coburg sowie die Gemeinde Dörfles-Esbach ihren Zeitplan für den Ausbau der Ortsdurchfahrt neu aufgestellt. Die wichtigste Veränderung: Die für dieses Jahr geplante Neugestaltung sowie der Neubau eines Geh- und Radwegs entlang der Kreisstraße CO 29 werden auf das kommende Jahr verschoben.

Hauptargument für die Verschiebung ist die angespannte finanzielle Lage des Landkreises. Das bedeutet jedoch nicht, dass in Dörfles-Esbach in den kommenden Monaten Stillstand herrscht. Durch den neuen Zeitplan kann die Gemeinde Baumaßnahmen in ihrer Zuständigkeit teilweise vorziehen. So sollen unter anderem Teile des nördlichen Gehwegs erneuert und einzelne Umbaumaßnahmen in den seitlichen Ortsstraßen umgesetzt werden.

Zur Vorgeschichte: Die Coburger und Neustadter Straße in Dörfles-Esbach waren bis 2012 Staatsstraßen in der Baulast des Freistaats Bayern und wurden erst nach dem Bau der Umgehung Rödental (Bundesstraße 4) Ende 2012 zur Kreisstraße abgestuft. Im Zuge der Umstufung wurden 2014 durch das Staatliche Bauamt noch Deckenbaumaßnahmen durchgeführt. In der Ortsdurchfahrt Dörfles-Esbach wurde darauf bewusst verzichtet, weil bereits damals feststand: Der gemeindliche Kanal muss saniert werden. Eine Straßenerneuerung unmittelbar vor späteren Kanalbauarbeiten hätte wenig Sinn ergeben. Somit wurde die geplante Deckenbaumaßnahme des Landkreises ohne feste Zeitvorgabe verschoben.

Im Jahr 2022 beschloss der Kreistag das Radwegekonzept für den Landkreis. Ein zentraler Bestandteil ist die Maßnahme S31: ein neuer gemeinsamer Geh- und Radweg in der Ortsdurchfahrt Dörfles-Esbach. Die derzeit bestehenden beidseitigen Schutzstreifen, die noch vor der Abstufung 2012 durch das Staatliche Bauamt aufgebracht wurden, stellen aufgrund ihrer geringen Breite und der hohen Verkehrsbelastung kein attraktives Angebot für den Radverkehr dar. Gemeinde und Landkreis waren sich deshalb früh einig: Die geplante Deckenbaumaßnahme macht nur zusammen mit dem Neubau eines Geh- und Radwegs Sinn.

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde den Kanal sowie weitere Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Da Landkreis und Gemeinde für die Neuanlage des Geh- und Radwegs Fördermittel des Freistaats Bayern beantragen wollen, sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Die Planungsunterlagen müssen ausgearbeitet und Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange eingeholt werden.

„Wir nutzen die Verschiebung, um dies alles umfassend und in einem passenden Zeitrahmen auf den Weg zu bringen“, sagt Jürgen Alt, Leiter des Fachbereichs Tiefbau am Landratsamt Coburg. Die zusätzliche Zeit soll außerdem den anliegenden Gewerbetreibenden helfen, ihren Kundenbetrieb wieder zu stabilisieren.

Im ursprünglichen Zeitplan hatte sich der Landkreis für eine einfache und kostengünstige Wiederherstellung der Fahrbahnoberfläche entschieden. Die Verschiebung und die höhere Beanspruchung der Straße stellen nun eine Herausforderung dar. Deshalb steht die Gemeinde in engem Kontakt mit der ausführenden Firma, um bei auftretenden Schäden kurzfristig eingreifen zu können. Die bereits eingeführte Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde bleibt bestehen.

In Vorbereitung auf den „großen Wurf“ im kommenden Jahr kann die Gemeinde den Sommer nutzen, um in einigen Bereichen neben der Ortsdurchfahrt erste bauliche Anpassungen für den künftig bestehenden Geh- und Radweg vorzunehmen.

Björn Friedrich von der Gemeindeverwaltung ist sich dabei der Situation auf der Ortsdurchfahrt bewusst: „Die von uns geplanten Arbeiten sind örtlich sehr begrenzt. Wir wissen um die Bedeutung und das Verkehrsaufkommen auf der Ortsdurchfahrt. Deshalb werden wir bei allen unseren Überlegungen darauf Rücksicht nehmen.“ Ganz oben stehe dabei das Ziel, den Verkehr möglichst wenig und auch nur kurzzeitig einzuschränken.

Im März 2027 soll zunächst der nördliche Gehweg und anschließend der Geh- und Radweg auf der Südseite der Kreisstraße gebaut werden. Beide Teilmaßnahmen sind unter halbseitiger Sperrung mit Ampelbetrieb geplant. Zum Abschluss der Baumaßnahme im zweiten Halbjahr 2027 rechnet das Landratsamt Coburg mit einer kurzen Vollsperrung über zwei bis drei Wochen, um die Fahrbahn der Kreisstraße in bestmöglicher Qualität zu sanieren. Der genaue Termin wird in enger Abstimmung mit den Gewerbetreibenden festgelegt.

Spätestens im Herbst 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dann endet auch die Phase der verkehrlichen Einschränkungen für Anlieger, Gewerbetreibende und Verkehrsteilnehmer.

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