13.30.2026 CIPRES in Ahorn zeigt: der Landkreis Coburg ist ein High-Tech-Standort

Personengruppe an einer Färbemaschine, die aussieht wie eine große Waschmaschine. Eine Frau steht links und öffnet eine Klappe des Färbebehälters.
Der Landkreis Coburg als High-Tech-Standort: Beim Rundgang durch die CIPRES-Betriebsräume zeigte Geschäftsführerin Ingrid Prestien (links) der Delegation des Landratsamtes die modernen Anlagen zur Herstellung und Weiterverarbeiten von Produkten aus dem 3-D-Drucker.

Es gibt kaum eine Wirtschaftssparte mehr, die ohne Produkte aus dem 3D-Drucker auskommt. „Inzwischen stehen in sehr vielen Industrieunternehmen 3D-Drucker, überall wird viel ausprobiert – aber nicht immer erfolgreich“, sagt Ingrid Prestien. Die Unternehmerin aus Ahorn weiß, wovon sie spricht und was es braucht, um mit additiven Produktionsverfahren erfolgreich zu sein. Viel Erfahrung auf jeden Fall – denn in ihrem Unternehmen CIPRES ging es bereits 2004 mit dem 3D-Druck im Pulververfahren los.

Beim Unternehmerdialog ermöglichen Ingrid und ihr Ehemann Carlos A. Prestien Landrat Sebastian Straubel sowie der Wirtschaftsförderung des Landkreises einen Blick hinter die Kulissen einer ebenso herausfordernden wie innovativen Branche. Mit gut einem Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich CIPRES auf anspruchsvolle Einzelanfertigungen spezialisiert. „Unser Schwerpunkt liegt klar auf der Entwicklung und Fertigung von Kleinserien für unsere Kunden. Das klassische Prototyping bleibt dennoch ein fester Bestandteil unserer Arbeit“, erklärt Carlos A. Prestien und greift in die Ausstellungsvitrine hinter sich. Dort liegen Produkte quer durch viele Lifestyle-Bereiche sowie aus dem Gesundheitswesen und der Medizintechnik: komplette Sportschuhe, stylische Laufsohlen, extravagante Tabakpfeifen – und jede Menge Brillen. Alles in einem Stück im Drucker entstanden. Nicht selten im Auftrag und in enger Kooperation mit weltweit bekannten Herstellern und Edelmarken.

Wie viele junge Technologien hat auch der 3D-Druck in der jüngeren Vergangenheit bewegte Zeiten durchlebt. Gerade in den Gründerjahren war CIPRES mit 80 Prozent des Gesamtumsatzes eng und erfolgreich als Partner von Unternehmen aus der Automotive-Branche tätig. „Diese Zeiten sind vorbei“, sagt Ingrid Prestien. Spätestens mit Beginn der Corona-Pandemie sah sich das Ahorner Familienunternehmen einem rasend schnellen Wandel gegenüber. So machen die Aufträge aus der Automobilbranche heute nur noch einen verschwindend geringen Teil des Umsatzes des Hightech-Betriebs aus.

Derzeit produziert und veredelt CIPRES stattdessen hohe Stückzahlen einzigartig stabiler und funktioneller Kunststoffgestelle für Brillen. Ein besonderer Abnehmer ist das Berliner Start-up „MANTI MANTI“ – ein Trendsetter und Spezialist für Kinderbrillen. Gerade in solchen Kooperationen bringt CIPRES seine besonderen Stärken ein: technisches Know-how, Material- und Oberflächenkompetenz, Entwicklungspartnerschaften auf Basis effizienter Betriebsabläufe, Innovationsfreude und hohe Flexibilität, mit der in Ahorn auch komplexe Kundenwünsche erfüllt werden können.

Luft nach oben sieht die Geschäftsleitung derzeit bei günstigeren Rohstoffpreisen, weniger Bürokratie und international konkurrenzfähigeren Personalkosten. Die Herausforderungen liegen damit vor allem in Bereichen, die auf nationaler Ebene gelöst werden müssen. Und dennoch freut sich Landrat Sebastian Straubel über die Botschaft der Unternehmer, dass man sich im Landkreis Coburg gut betreut fühlt und hier grundsätzlich die eigene Zukunft sieht: „Wir erleben derzeit, dass sich unser Wirtschaftsraum in einem tiefgreifenden Wandel befindet. In dieser schwierigen Phase Unternehmen zu haben, die in zukunftsfähigen Hightech-Branchen mutig und kreativ unterwegs sind, gibt mir ein gutes Gefühl.“

Und so fließen bei CIPRES weiterhin Ressourcen in die Innovationsprozesse des Unternehmens. Aktuell steuern drei Werkstudenten sowie der Nachwuchs der Familie Prestien frische Perspektiven und Zukunftsimpulse bei. „Auf diesem Weg begleiten wir die CIPRES GmbH schon seit einigen Jahren. Familie Prestien ist für uns ein Musterbeispiel dafür, wie wir mit Hochtechnologie und den richtigen Spezialisierungen neue Perspektiven für unseren Wirtschaftsraum schaffen“, sagt Wirtschaftsförderer Martin Schmitz.

Vier Personen stehen in einem Labor. Rechts eine Frau in einem weißen Laborkittel mit einer Chemikaliendose in der Hand. Sie erklärt, was sie gerade macht.
Der Landkreis Coburg als High-Tech-Standort: Beim Rundgang durch die CIPRES-Betriebsräume zeigte Geschäftsführerin Ingrid Prestien (Zweite von rechts) der Delegation des Landratsamtes die modernen Anlagen zur Herstellung und Weiterverarbeiten von Produkten aus dem 3-D-Drucker.
2026_03_03_Cipres02.jpg

Landratsamt Coburg

Lauterer Straße 60
96450 Coburg

Telefon 09561/514-0
Telefax 09561/514-1099
landratsamt@landkreis-coburg.de
www.landkreis-coburg.de
 

Kontoverbindung
Sparkasse Coburg-Lichtenfels
IBAN  DE30 7835 0000 0000 0513 26
BIC  BYLADEM1COB    

 

Öffnungszeiten

Montag & Dienstag
7:30 bis 12 Uhr und 13:30 bis 16 Uhr

Mittwoch
7:30 bis 12 Uhr

Donnerstag
7:30 bis 12 Uhr und 13:30 bis 17:30 Uhr

Freitag
7:30 bis 12 Uhr