07.05.2026 Untere Naturschutzbehörde gibt Tipps zum Schutz von Igeln vor Mährobotern und für mehr Artenvielfalt im Garten

Gerade in den anstehenden Sommermonaten drohen Igeln und Amphibien große Gefahren im Garten durch den Einsatz von Mährobotern und anderen motorisierten Gartenwerkzeugen wie beispielsweise Motorsenden und Freischneidern. Vor allem kleine Jungtiere geraten dann oft unter das Mähwerk, werden schwer verletzt und verenden anschließend qualvoll. Besonders traurig: Oft werden die verletzen Tiere von den Gartenbesitzern gar nicht bemerkt, da sie sich in einen Unterschlupf zurückziehen und dort unentdeckt ihren Verletzungen erliegen.
Besonders im Frühjahr und den Sommermonaten sind Igel im Rasen auf Futtersuche. Bemerken die Tiere einen Mähroboter, dann laufen sie nicht weg, sondern rollen sich zu einer Kugel zusammen. Die Roboter überrollen die Tiere und verursachen schlimme Verletzungen, trennen beispielsweise Gliedmaßen ab oder skalpieren die Tiere.
Besonders brisant: Im August und September ist die Hauptwurfzeit der Igel. Die Igelmutter unternimmt dann meist in der Dämmerung erste Ausflüge mit den Jungtieren. Die kleinen Igelkinder sind jedoch besonders gefährdet, weil sie auch unter vermeintlich igelsichere Mähroboter geraten.
Gartenbesitzer werden daher von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg dringend um folgende Maßnahmen gebeten:
- Den Mähroboter nur am Tag – am besten zur Mittagszeit – in Betrieb nehmen und mit Einbruch der Dämmerung wieder abschalten.
- Der Mähroboter sollte niemals in der Nacht und ohne Aufsicht laufen.
- Wird der Roboter am Tag in Betrieb genommen, sollte die Rasenfläche vorher abgesucht werden. Denn auch hier bleibt für Igel ein Restrisiko; so können hier durchaus auch hungrige Tiere unterwegs sein, die in der Nacht nicht genug Nahrung gefunden haben.
Gefahren für Igel und andere Kleintiere bestehen allerdings auch beim Einsatz von anderen motorisierten Gartengeräten, mit denen beispielsweise das Gras unter Büschen oder Hecken kurzgehalten werden soll. Auch hier bittet die Untere Naturschutzbehörde um besondere Achtsamkeit.
Wer etwas Gutes für die Igel in seinem Garten tun möchte, kann zur Unterstützung der Igelpopulation im Garten Reisig- oder Laubhaufen, beispielsweise unter Sträuchern, anhäufeln. Gut wären ein Durchmesser von einem Meter und eine Höhe von gut 60 Zentimetern. Sie dienen ganzjährig als Unterschlupf und darüber hinaus als geschützter Überwinterungsplatz für die Winterruhe der Igel.
Wichtig zu wissen: Zu häufiges Mähen gefährdet außerdem die Artenvielfalt im Garten. Wer die Artenvielfalt fördern möchte, kann Blühinseln stehen lassen oder ganz bewusst Wildwuchs in nicht so häufig genutzten Ecken des Gartens zulassen bzw. durch die Aussaat insektenfreundlichen Blühmischungen fördern.
Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zum Thema Igelschutz und zur Förderung der Artenvielfalt im heimischen Garten haben, können sich an die Biodiversitätsberaterin am Landratsamt Coburg, Janine Ilge, wenden. Sie ist telefonisch unter
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