02.03.2026 Kreisbrandinspektion verabschiedet Reinhard Hartung und Michael Reubel

Gruppenbild mit 15 Personen. Vorne stehen Feuerwehr-Aktive in Uniform, die Urkunden in der Hand halten.
Mit Reinhard Hartung (vorne, links) und Michael Reubel (vorne, Dritter von links) scheiden zum 1. März zwei langjährige Mitglieder der Coburger Kreisbrandinspektion aus. Kreisbrandrat Stefan Püls (hinten, Dritter von links) und Landrat Sebastian Straubel (hinten, Vierter von links) haben bei einer Feierstunde im Landratsamt das herausragende Engagement der beiden ehrenamtlichen Führungskräfte gewürdigt sowie die neuen Mitglieder der Kreisbrandinspektion offiziell benannt.

Bei einer Sache, da waren sich Reinhard Hartung und Michael Reubel im Rückblick auf ihr langjähriges Engagement in der Coburger Kreisbrandinspektion einig: Verantwortung bei der Feuerwehr zu übernehmen, das ist nichts, was man aus Prestigegründen tut. Kreisbrandinspektor (wie Reinhard Hartung) oder Fachberater für die Psychosoziale Notfallversorgung bei Einsatzkräften (wie Michael Reubel) wird man aus persönlicher Überzeugung und dem Wissen um die grundsätzliche Notwendigkeit der Aufgabe.

Bei einer Feierstunde im Landratsamt sind Reinhard Hartung sowie Michael Reubel in den „Feuerwehr-Ruhestand“ verabschiedet worden – mit der Bekanntgabe einiger Neubesetzungen innerhalb der Kreisbrandinspektion inklusive.

Landrat Sebastian Straubel erinnerte in seinen Dankesworten an den tiefgreifenden Wandel, den das Ehrenamt bei der Feuerwehr in den vergangenen Jahrzehnten durchlebt hat. Am Beispiel der Tätigkeitsgebiete von Reinhard Hartung (seit 1975 bei der Feuerwehr Untersiemau und seit 2004 Mitglied der Kreisbrandinspektion) verwies der Landrat auf die ICE-Neubaustrecke sowie die Autobaustrecke als Herausforderungen, mit denen vor gar nicht einmal so langer Zeit noch niemand gerechnet habe. Die Rettungskonzepte dieser beiden großen Verkehrsinfrastrukturprojekte habe Reinhard Hartung begleitet und dabei herausragendes Engagement gezeigt.

Selbst die Erkenntnis, dass Ehrenamtliche bei der Feuerwehr nach belastenden Einsätzen für psychologische Betreuung dankbar sind, existiert nach den Worten des Landrats „nicht erst seit gestern, aber auch noch nicht seit Jahrzehnten“. Michael Reubel habe als ehemaliger Kommandant der Kaltenbrunner Feuerwehr mit Beginn seiner Fachberater-Tätigkeit 1999 die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) im Landkreis aufgebaut und dabei herausragende Arbeit geleistet, sagte der Landrat: „Dank unserer guten Strukturen in der Notfallseelsorge bleibt nach Unglücken niemand mit seinen schweren Gedanken allein.“

Kreisbrandrat Stefan Püls dankte seinen beiden langjährigen Wegbegleitern vor ihrem offiziellen Ausscheiden zum Ende des 28. Februar für ihr herausragendes Engagement. Beide seien für alle Feuerwehr-Aktiven im Coburger Land stets verlässliche Ansprechpartner und absolute Vorbilder in der Art und Weise ihrer Pflichterfüllung gewesen. Als Vertreter der anwesenden Bürgermeister betonte Udo Siegel (Großheirath) den Wert der Feuerwehren für einen ländlichen Raum wie den Landkreis Coburg: „Ohne Feuerwehren wären unsere Orts- und Dorfgemeinschaften um ein großes Stück ärmer.“

Personalien aus der Kreisbrandinspektion

Nach dem Ausscheiden von Reinhard Hartung und Michael Reubel sowie als Reaktion auf neue Entwicklungen bei den Einsatz-Szenarien gibt es innerhalb der Kreisbrandinspektion einige personelle Veränderungen. Jeweils eine Ernennungsurkunde zum 1. März haben bekommen: Jannic Christ (Kreisbrandinspektor), Manuel Keller (Kreisbrandmeister), Julia Hager (Fachberaterin PSNV-E), Jan Sommerluksch (Fachberater für den Umgang mit chemischen, biologischen, radioaktiven und nuklearen Gefahrstoffen) sowie Jörg Pachale (Fachberater Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung).

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