01.07.2026 Grasmilben: Gesundheitsamt gibt Hinweise zum Schutz vor Bissen

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Grasmilben sind zwar lästig, sie übertragen aber – anders als beispielsweise Zecken – keine ansteckenden Krankheiten.

Gerade in den warmen Sommermonaten treten in Gärten, Parks, Wiesen und anderen Grünflächen vermehrt sogenannte Grasmilben (auch Herbstgrasmilben genannt) auf. Das Gesundheitsamt am Landratsamt Coburg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass, auch wenn keine Krankheitsübertragung erfolgt, ihre Bisse jedoch unangenehme Hautreaktionen hervorrufen können.

Grasmilben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Nicht die ausgewachsenen Milben, sondern ihre Larven befallen Menschen und Tiere. Sie halten sich bevorzugt in niedrigem Gras und auf Wiesen auf und gelangen beim Aufenthalt im Freien auf die Haut. Besonders häufig betroffen sind Körperstellen wie zum Beispiel die Knöchel, die Kniekehlen, die Taille oder auch unter dem Hosenbund.

Die Bisse der Grasmilben verursachen stark juckende, gerötete Hautstellen oder kleine Quaddeln, die sich oft erst einige Stunden nach dem Aufenthalt im Freien bemerkbar machen. Typischerweise liegen viele kleine, rote und juckende Pusteln dicht nebeneinander. 

Die Beschwerden klingen in der Regel nach wenigen Tagen von selbst wieder ab. Die gute Nachricht: Grasmilben sind zwar lästig, sie übertragen aber – anders als beispielsweise Zecken – keine ansteckenden Krankheiten. 

Um das Risiko von Grasmilbenbissen zu verringern, empfiehlt das Gesundheitsamt folgende Maßnahmen:

  • Beim Aufenthalt auf Wiesen, im hohen Gras und bei der Gartenarbeit möglichst geschlossene Schuhe sowie lange Hosen tragen.
  • Hohe Gräser möglichst meiden und nach Möglichkeit auf Wegen bleiben.
  • Nach dem Aufenthalt im Freien duschen und die Kleidung wechseln.
  • Rasenflächen im eigenen Garten regelmäßig mähen und ggf. wässern – Grasmilben lieben die Trockenheit und ziehen sich bei Feuchtigkeit in den Boden zurück.

Wenn jemand trotz Vorsichtsmaßnahmen von Grasmilben gebissen wurde, wird folgendes empfohlen:

  • Auch wenn es schwerfällt – nicht kratzen! Sonst können Bakterien in die Wunden gelangen. Das kann zu Entzündungen bis hin zur sogenannten Blutvergiftung führen. 
  • Die Stiche mit können mit 70-prozentigem Alkohol desinfiziert werden. 
  • Zitronensaft hilft zudem, das Speichelsekret der Milben zu neutralisieren und mindert so ebenfalls den starken Juckreiz. Auch bei der Vorbeugung kann eine Mischung aus Zitronensaft, Apfelessig und Wasser nützlich sein – auf die Haut oder die Fußknöchel gesprüht, hilft er, die Spinnentiere abzuschrecken. 
  • Bei starkem Juckreiz können kühlende Gele oder juckreizstillende Präparate aus der Apotheke Linderung verschaffen. Auch cortisonhaltige Cremes oder Antihistaminika können eventuell helfen. 
  • Kühlende Umschläge mit grünem oder schwarzem Tee lindern den Juckreiz ebenfalls.
  • Sollten sich die Hautstellen entzünden, starke Schwellungen auftreten oder allergische Reaktionen beobachtet werden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Auch Haustiere wie Hunde und Katzen können von Grasmilben befallen werden. Die Larven setzen sich bevorzugt an dünn behaarten Körperstellen fest und können dort starken Juckreiz sowie Hautreizungen verursachen. Zeigen die Tiere auffälligen Juckreiz, häufiges Kratzen oder Hautveränderungen, empfiehlt es sich, eine Tierarztpraxis aufzusuchen, um die Beschwerden abklären und gegebenenfalls behandeln zu lassen.

 

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