17.06.2026 Unternehmerdialog: Haba freut sich schon auf die Spielwarenmesse

Bewegte Zeiten liegen hinter Haba – oder genauer: hinter der Habermaass-Firmenfamilie. Seit der Insolvenz des Unternehmens im Jahr 2023 musste sich die Unternehmensgruppe neu aufstellen. In Bad Rodach ist man dadurch enger zusammengerückt, die Hausaufgaben wurden gemacht und Geschäftsführer Dr. Mario Wilhelm kann seinen Fokus inzwischen wieder auf neue Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft richten. Im Unternehmerdialog mit Landrat Sebastian Straubel und Wirtschaftsförderer Martin Schmitz zeigt sich Dr. Mario Wilhelm optimistisch: „Wir stehen stabil und nehmen den Wandel aktiv an.“
Mit ihrer aktuellen Struktur steht die Habermaass-Firmenfamilie heute so klar und übersichtlich da wie lange nicht mehr. Unter ihrem Dach vereinen sich Haba, Wehrfritz und die Habermaass-Stiftung. Dass es Jako-o nicht mehr gibt, hat auch Dr. Mario Wilhelm persönlich getroffen. Dennoch sagt er unmissverständlich: „Der Schnitt war nötig, um zu überleben.“
Jetzt geht es darum, die Zukunft zu gestalten. Bei Haba, das wieder zum führenden „Erfinder für Kinder“ werden soll, richtet sich der Blick auf die Spielwarenmesse Anfang 2027 in Nürnberg. Dort will das Unternehmen eine neuartige „technische Klang- und Spielwelt für Kinder und die gesamte Familie“ präsentieren. Weitere Details möchte der Geschäftsführer derzeit noch nicht verraten. Seine Erwartungen sind dennoch groß: „Die Spielwarenmesse wird Haba viel Spaß und Aufmerksamkeit bringen.“
Landrat Sebastian Straubel, für den der Besuch heimischer Unternehmen auf der Spielwarenmesse jedes Jahr zum festen Programm gehört, freut sich über die Aufbruchstimmung bei Haba: „Man sieht: Das Management hat einen konkreten Masterplan für die Zukunft. Das stimmt mich sehr positiv.“
Die öffentlich diskutierte Umstellung auf eine neue Unternehmenssoftware traf insbesondere die zweite wichtige Säule der Habermaass-Firmenfamilie: Wehrfritz. Lieferverzögerungen sorgten für Verunsicherung bei den Kunden. Inzwischen ist die Software-Umstellung abgeschlossen und Wehrfritz auf dem Weg zurück in die Position, die das Unternehmen einst innehatte: Marktführer in Bezug auf Qualität und Sortimentsbreite bei der Ausstattung für Kinderbildungseinrichtungen zu sein.
Ein bisschen mehr „Rückenwind aus der Gesamtwirtschaft“ würde sich Dr. Mario Wilhelm dabei wünschen. Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass angesichts sinkender Geburtenzahlen ein Boom bei Kindergarten-Neubauten durch Städte und Gemeinden kaum zu erwarten sein wird. Deshalb setzt Wehrfritz auf Innovationen in der Frühpädagogik – den kindgerechten Umgang mit künstlicher Intelligenz eingeschlossen.
An einer Sache will Dr. Mario Wilhelm dabei nicht rütteln: „Wehrfritz wird seine Möbel weiter in Bad Rodach fertigen.“
Und bei einer weiteren Sache setzt der Geschäftsführer fest darauf, dass alles so bleibt, wie es ist. Trotz der Schrumpfung von in Spitzenzeiten rund 2.000 auf inzwischen gut 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnet die gesamte Habermaass-Firmenfamilie ein außergewöhnlicher Zusammenhalt aus. Dr. Mario Wilhelm ist darauf besonders stolz: „Die Loyalität ist groß. Wir profitieren sehr davon, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbringen und mit ihren Verbesserungsvorschlägen ihren Teil dazu beitragen, dass wir erfolgreich arbeiten können.“
Für Wirtschaftsförderer Martin Schmitz sendet Haba klare Signale, die Mut machen: „Haba war und ist als international bekannte Marke ein wichtiger Teil unseres starken Wirtschaftsraums. Wir sind froh, dass das Unternehmen auf einem richtig guten Weg aus der Krise ist.“
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