Beschlussvorschlag
Der Ausschuss für Bildung, Mobilität, Kultur und Sport beauftragt die Verwaltung, die Bewerbung als „Inklusive Region“ fristgerecht zum 31.03.2025 vorzubereiten und einzureichen sowie die erforderlichen Schritte für die Umsetzung einzuleiten.
Sachverhalt
Die derzeit
laufende Schwerpunktbearbeitung des Themenfeldes „Inklusion“ soll in eine
Bewerbung als „Inklusive Region“ münden. Ziel ist es, nicht nur die inklusiven
Strukturen weiterzuentwickeln, sondern auch zusätzliche Ressourcen für die Umsetzung
von Inklusionsmaßnahmen zu gewinnen. Das bereits etablierte Netzwerk aus
Schulen, Bildungsinstitutionen, Beratungsstellen, Jugendhilfe, Wirtschaft und
Verwaltung bildet bereits eine solide Grundlage, sodass nur geringe
strukturelle Anpassungen erforderlich sind.
Das Netzwerk
wünscht sich die Etablierung eines Mobilen Unterstützungsteams (MUT), das
gezielt bei „Systemsprengern“ sowie im Übergangsmanagement Unterstützung
leisten kann. Aus der Bewerbung sollen personelle Ressourcen für diese Aufgabe gewonnen
werden. Der Vorteil dieser personellen Ressourcen liegt darin, dass sie den
Staatlichen Schulämtern zugeordnet werden und an die Profilschulen Inklusion
angegliedert sind. Die Steuerung erfolgt jedoch über den von uns koordinierten
Strategiekreis Inklusion.
Ein weiterer
wesentlicher Vorteil bei der Zuordnung dieser Ressourcen liegt in der
langfristigen Sicherstellung der Unterstützung. Laut Aussage des ISB stehen uns
diese Ressourcen unbefristet zur Verfügung, solange wir als „Inklusive Region“
tätig sind. Dies ermöglicht es, das Thema Inklusion systematisch und nachhaltig
in der Region zu verankern.
In unserem
Entwurf des Bewerbungskonzepts werden die folgenden Zielsetzungen
zusammengefasst:
1.
Vielfalt als Stärke begreifen:
Förderung eines inklusiven Bildungs- und Lebensumfeldes, in dem alle Menschen,
unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen, gleiche Chancen auf Bildung
und gesellschaftliche Teilhabe erhalten.
2.
Koordination und Gestaltung der Inklusionskooperationen:
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schulämtern, Jugendämtern,
Wirtschaft, Vereinen und weiteren Akteuren zur gezielten Unterstützung von
Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf.
3.
Implementierung eines Mobilen
Unterstützungsteams (MUT):
Einsatz eines multiprofessionellen Teams nachrangig zu den Fallteams zur
individuellen Unterstützung an Schulen. Dies soll insbesondere bei
„Systemsprengern“ den Verbleib an Regelschulen und einen erfolgreichen
Bildungsweg fördern.
4.
Förderung der inklusiven Berufsorientierung:
Engere Zusammenarbeit von Schulen, Agenturen, Verwaltungen, Kammern und
Unternehmen im Übergang Schule-Beruf zur besseren Integration junger Menschen
in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
Transparente und niederschwellige Beratungsstrukturen:
Ausbau und Schaffung klarer Anlaufstellen für Eltern und Lehrkräfte. Durch
transparente und zielgerichtete Informationsverteilung soll Eltern als
„entscheidende Instanz“ realistische und institutionenunabhängige Beratung
ermöglicht werden.
