Landkreis-Stipendiaten trafen sich zum Erfahrungsaustausch

Die vom Landkreis Coburg geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten nutzten auch in diesem Jahr die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch in der Region. Die angehenden Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner reisten dafür aus verschiedenen Teilen Deutschlands und sogar aus Bulgarien an. Ziel des Wochenendes war es, die Region Coburg kennenzulernen und die Vernetzung mit den Ärztinnen und Ärzten vor Ort zu fördern. Die Teilnehmenden absolvieren ihre Weiterbildung im Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin am Standort Coburg und werden anschließend in der hausärztlichen Versorgung im Landkreis tätig.
Den Auftakt bildete ein gemeinsames Abendessen im Ratskeller Coburg. Begrüßt wurden die Stipendiatinnen und Stipendiaten vom stellvertretenden Landrat Rainer Möbus sowie von Ullrich Zuber, dem Vorsitzenden des Coburger Hausarztvereins. Beide hießen die Gäste herzlich willkommen und betonten die Bedeutung des Stipendiatenprogramms für die langfristige Sicherung der hausärztlichen Versorgung in der Region.
Am Samstagmorgen wurden die Teilnehmenden gemeinsam mit den Vertreterinnen der Gesundheitsregionplus im Sana Klinikum Coburg von zahlreichen Chef- und Oberärzten empfangen.
Nach der Begrüßung durch den Ärztlichen Direktor, Priv.-Doz. Dr. med. Georg Breuer, begann die Führung durch verschiedene Bereiche des Klinikums. Dr. med. Maik Behnke führte die Stipendiatinnen und Stipendiaten durch die Zentrale Notaufnahme und stellte die Abläufe sowie die Aufgaben der Unfallchirurgie vor. Anschließend erhielten sie im Herzkatheterlabor einen Einblick in die moderne Medizintechnik. Dr. Dr. med. Mathias Forkmann erläuterte dabei die elektrophysiologischen Eingriffe der Kardiologie.
Es folgte ein Sonographie-Kurs auf der gastroenterologischen Station unter der Leitung von Dr. med. Christof Bock. In der Nephrologie bestand zudem die Möglichkeit, eine Dialysebehandlung live zu begleiten. Den Abschluss des Klinikbesuchs bildete die Vorstellung der geriatrischen Abteilung durch Prof. Dr. Johannes W. Kraft. Gerade mit Blick auf die spätere Tätigkeit in der Allgemeinmedizin bot dieser Fachbereich wertvolle Einblicke in die Versorgung älterer Patientinnen und Patienten.
Nach den zahlreichen Eindrücken am Vormittag führte das Programm nach einem kleinen Mittagssnack ins Rathaus Neustadt bei Coburg. Dort berichtete Dr. med. Georg Eckstein, der sich derzeit in der Übernahme einer Hausarztpraxis im ländlichen Raum befindet, offen über seine Erfahrungen. Er schilderte die Herausforderungen des Übergangs, hob zugleich aber die vielfältigen Chancen und die persönliche Erfüllung hervor, die mit einer hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum verbunden sind.
Anschließend stand ein Ausflug auf den Muppberg auf dem Programm. Während einer gemeinsamen Wanderung bot sich den Teilnehmenden Gelegenheit zum persönlichen Austausch, bevor der Abend in geselliger Runde ausklang.
Bevor die Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihre Universitätsstädte zurückkehrten, bot ein gemeinsamer Brunch im Pepito am Sonntagmorgen Gelegenheit, das Wochenende Revue passieren zu lassen. Mit zahlreichen neuen Eindrücken, wertvollen Kontakten und einem vertieften Einblick in die medizinische Versorgung der Region traten sie anschließend die Heimreise an.

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